Was die Tiere über den Raum sagen
Kellerasseln sind Landkrebse und atmen über Kiemen. Sie brauchen dauerhaft feuchte Oberflächen und trocknen sonst innerhalb von Stunden aus. Wo sie in Zahl auftreten, ist es also nicht nur gelegentlich klamm, sondern anhaltend feucht.
Silberfischchen brauchen hohe Luftfeuchte und Wärme; typisch sind Bad, Waschküche und der Bereich hinter Fliesenkanten. Papierfischchen sind die unangenehmere Verwandtschaft: Sie kommen auch in trockeneren Räumen zurecht und fressen an Papier, Büchern und Tapeten. Die Unterscheidung ist keine Spielerei — sie entscheidet über das Vorgehen.
Schaden richten Kellerasseln an gesunder Bausubstanz nicht an. Sie fressen abgestorbenes Pflanzenmaterial und Schimmelbeläge. Wenn sie eine Holzfußleiste annehmen, ist das Holz vorher schon geschädigt.
Die Quellen, die infrage kommen
Aufsteigende Feuchte im Mauerwerk, wo eine Horizontalsperre fehlt — bei Häusern aus der Zeit vor den Sperrschichten der Regelfall, im Odenwald also häufig. Erkennbar am gleichmäßigen Feuchtehorizont einige Dezimeter über dem Boden.
Undichte Leitungen und Abflüsse, besonders unter Putz. Erkennbar an einer örtlich begrenzten, dauerhaft feuchten Stelle, die auch nach Wochen Trockenheit draußen nicht abtrocknet.
Falsches Lüften im Sommer. Warme Außenluft schlägt sich an kühlen Kellerwänden nieder — wer bei dreißig Grad das Kellerfenster öffnet, trägt Wasser hinein. Richtig ist Lüften in den kühlen Morgenstunden oder im Winter.
Spritzwasser und Erdanschluss außen: fehlender Dachüberstand, defekte Regenrinne, Erdreich, das über der Sperrschicht anliegt. Der Schaden entsteht dann innen, die Ursache liegt draußen.
Was wir tun und was Sie tun
Wir bestimmen die Art — Kellerassel, Silberfischchen oder Papierfischchen — und suchen mit Ihnen die Feuchtequelle. Wo bekämpft werden soll, geht das mit Ködern und Bestäubungsmitteln in Fugen und Hohlräumen. Aber wir sagen es offen: Ohne Trocknung ist das ein Zwischenstand, und Sie zahlen zweimal.
Papierfischchen sind der eine Fall, in dem konsequent bekämpft werden muss, weil sie sich in trockenen Wohnräumen etablieren und an Papier fressen. Dort arbeiten wir mit Monitoring über mehrere Monate, weil die Tiere langsam wachsen und ein Erfolg sich erst über die Zeit zeigt.



