Ein Spalt in Bleistiftbreite genügt
Eine Hausmaus kommt durch eine Öffnung von etwa sechs Millimetern. Das ist weniger, als die meisten Menschen vermuten, und es erklärt, warum eine sorgfältig abgedichtete Fassade trotzdem Zugänge hat. Mäuse können außerdem klettern und an rauem Putz senkrecht aufsteigen.
Die üblichen Stellen sind immer dieselben: der Traufanschluss, wo Dachhaut und Mauerkrone zusammenkommen; Durchführungen für Strom, Wasser, Abwasser und Lüftung; Kellerschächte und Lichtschächte ohne Gitter; die Fuge unter der Haustür; und bei gedämmten Fassaden der Sockelabschluss der Dämmplatte.
In Höhenlagen wie Abtsteinach, Oberzent oder Wald-Michelbach beginnt das früher als im Tal, weil die Nächte früher kalt werden. Der Herbstzugang ist das Fenster, in dem sich entscheidet, wer den Winter im Haus verbringt.
So findet man die Stellen
Kot ist die verlässlichste Spur: schwarze, reiskornförmige Köttel, etwa drei bis sechs Millimeter, oft in Linien entlang von Wänden. Wo Kot in Mengen liegt, ist ein Laufweg — und Laufwege enden an Eingängen.
Dazu kommen Schmierspuren an Kanten, Nagespuren an Holz und Kunststoff, Nestmaterial aus Dämmwolle und Papier, und der typische, ammoniakartige Geruch bei stärkerem Befall.
Ein einfacher Test für vermutete Öffnungen: Die Stelle mit etwas Mehl bestäuben oder locker mit Stahlwolle verstopfen und nach einigen Tagen nachsehen. Abdrücke oder herausgezogene Wolle sind der Beweis.
Reihenfolge, die dauerhaft wirkt
Erst bestimmen: Hausmaus, Waldmaus oder Spitzmaus — die Spitzmaus ist übrigens ein Insektenfresser und geschützt. Dann Bekämpfung, um die Zahl im Gebäude zu senken. Dann schließen. Und zwar in dieser Reihenfolge: Wer zuerst dichtet, sperrt Tiere ein.
Beim Schließen ist das Material entscheidend. Bauschaum allein wird durchnagt, Silikon ebenso. Wirksam sind Edelstahlwolle in Fugen, Lochblech oder Gitter mit engem Maschenmaß, Mörtel bei größeren Öffnungen. Wir halten im Protokoll fest, welche Stelle mit welchem Material zu schließen ist.



