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Hof · Vorratsschutz

Vorratsschädlinge im Hoflager

Wenn das Getreide eingelagert ist, beginnt die eigentliche Arbeit. Auf den Odenwälder Hofstellen ist das ein Thema für das ganze Jahr.

Ratgeber

Telefonische Erstberatung kostenfrei · Festpreis nach Sichtung

Pheromonfalle zur Überwachung von Vorratsschädlingen in einem Getreidelager im Odenwald

Wer im Lager sitzt

Der Kornkäfer ist der klassische Primärschädling: Das Weibchen legt seine Eier einzeln in gesunde Körner, die Larve entwickelt sich innen. Von außen sieht man nichts — bis die Käfer ausfliegen. Ein Befall ist deshalb oft schon Monate alt, wenn er auffällt.

Dazu kommen Sekundärschädlinge, die beschädigtes oder feuchtes Material besiedeln: Getreideplattkäfer, Reismehlkäfer, Dörrobst- und Mehlmotten. Und Vorratsmilben, die in feuchtem Lagergut Massen bilden und beim Umschlag Atemwegsbeschwerden verursachen — die sogenannte Farmerlunge hat hier eine ihrer Ursachen.

Der gemeinsame Faktor ist fast immer Feuchte. Über etwa vierzehn Prozent Kornfeuchte wird Lagergut biologisch aktiv: Es erwärmt sich, es schwitzt, und damit werden die Bedingungen erst geschaffen.

Monitoring, wie es funktioniert

Pheromonfallen sind keine Bekämpfung, sondern ein Messinstrument. Sie fangen anfliegende Männchen artspezifisch und zeigen damit, ob und wo Flugaktivität besteht. Der Wert liegt in der Reihe: Eine Falle einmal aufgestellt sagt wenig, dieselbe Falle über zwölf Wochen an festem Platz sagt viel.

Wir setzen die Fallen an festen, numerierten Standorten und legen Kontrolltermine fest. Bei jeder Kontrolle wird Fangzahl, Art und Datum notiert. Steigende Fangzahlen an einem Standort zeigen den Herd — und da wird dann gezielt gearbeitet, nicht im ganzen Lager.

Dazu gehören Temperatur- und Feuchtemessung im Lagergut. Eine warme Stelle im Haufen ist ein Alarmzeichen, bevor irgendein Käfer fliegt.

Was Hygiene leistet

Die wirksamste Maßnahme kostet keinen Wirkstoff: das Lager vor der Einlagerung vollständig räumen und reinigen. Restmengen aus dem Vorjahr in Ecken, Ritzen, unter Roste und in Förderwegen sind die Brücke, über die ein Befall von einer Ernte zur nächsten kommt.

Dazu: Fördertechnik und Elevatorfüße reinigen, weil sich dort Material sammelt. Bauliche Ritzen verschließen. Und getrennt lagern — nicht neue Ernte auf alte Restmengen schütten.

Für die Dokumentation: Wir führen die Kontrollen so, dass Sie sie bei einer Betriebskontrolle vorlegen können. Standort, Datum, Befund, Maßnahme. Das zeigt, dass ein System läuft — und genau das ist die Frage, die gestellt wird.

Unsicher, worum es sich handelt? Rufen Sie an — meist lässt sich die Art am Telefon eingrenzen, und Sie erfahren, ob Sie warten können oder ob wir vorziehen.

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