Sie kommen mit der Ware
Dörrobstmotte und Mehlmotte gelangen als Ei oder Larve in der Verpackung ins Haus. Der häufigste Weg ist Vogelfutter, Tierfutter, Nüsse, Trockenobst und Getreideprodukte — auch aus einwandfreien Quellen, weil der Befall im Handel oder beim Erzeuger entstanden sein kann.
Die Larven fressen sich durch Papier und dünne Folie. Eine ungeöffnete Packung ist deshalb kein Beweis für Unversehrtheit; umgekehrt können sie in ein Schraubglas nicht hinein. Das ist der wichtigste praktische Hinweis überhaupt.
So finden Sie den Herd
Gesucht wird nicht der Falter, sondern das Gespinst. Larven hinterlassen feine, klebrige Fäden, die Krümel und Körner verklumpen — in Ecken von Packungen, unter Deckeln, in Falten von Papiertüten. Oft sitzen die verpuppungsreifen Larven auch außerhalb der Nahrung: an der Schrankdecke, in Bohrlöchern der Regalböden, hinter Scharnieren.
Räumen Sie den Schrank vollständig aus und sehen Sie jede Packung an, auch die ungeöffneten. Nach der Kontrolle den leeren Schrank mit dem Fugendüsenaufsatz aussaugen — Ecken, Bohrlöcher, Regalauflagen — und den Staubsaugerbeutel danach entsorgen.
Pheromonfallen sind zur Kontrolle nützlich, nicht zur Bekämpfung: Sie fangen die Männchen und zeigen, ob noch Flugaktivität besteht. Als einzige Maßnahme beenden sie den Befall nicht.
Was weg muss und was bleiben darf
Befallene Packungen gehören in den Müll, und zwar in eine Tüte verschlossen und in die Tonne außerhalb der Wohnung. Nicht befallene Ware kann bleiben, sollte aber in Schraubgläser oder dicht schließende Dosen umgezogen werden. Wer alles wegwirft, hat viel Geld ausgegeben und in vier Wochen dasselbe Problem, wenn eine Packung übersehen wurde.
Bei starkem oder wiederkehrendem Befall, in Gastronomie oder in Vorratslagern reicht die Küchenroutine nicht. Dort arbeiten wir mit Monitoring über mehrere Wochen, um Quelle und Ausdehnung zu bestimmen, und dokumentieren die Kontrollen — das brauchen Sie bei einer Betriebskontrolle.



